Meine Ernährung

Mit circa 16 wurde ich das erste Mal Vegetarierin, das war damals noch ein harter Kampf und meine Hauptmotivation war wohl eher Abgrenzung und Tierschutz als eine gesunde Ernährung.

Durch das Zusammenleben mit einigen leidenschaftlichen Köchen habe ich meine Lust am Kochen entdeckt und die internationale Küche bot ein Meer an Inspirationen. Vor allem die asiatische Küche, egal ob indisch, thailändisch, japanisch oder indonesisch hat es mir besonders angetan. Vielleicht weil das Essen so Hammer aussieht, toll schmeckt und gesund ist? 3 Dinge, die man von Hausmannskost nicht unbedingt immer behaupten kann, aber auch dafür gibt es hin und wieder Raum in meinem Leben.

Im Laufe der Jahre habe ich einige Ernährungskonzepte ausprobiert (Vegetarisch, Rohkost, Vegan, Mittelmeerdiät, basisch) und durch längere Auslandsaufenthalte auch regionale Küchen (Spanien, Indien, Indonesien – in Amerika war eigentlich nur das Essen meiner Gastmutter nennenswert, ein große Köchin!). Nach all diesem Ausprobieren und der Suche nach DER Ernährungsform komme ich momentan zum Schluss, dass es kein Konzept geben kann, zumindest keines, was man auf alle und immer anwenden kann. Wenn schon, dann müsste es bei mir so heißen: „Iss, was dir (gerade) gut tut!“

Sobald ein Ernährungskonzept für mich im Alltag zu anstrengend wurde und auch zu militant propagiert, habe ich es meist sein gelassen. Ich konnte die vielen aufgestellten Regeln irgendwann nicht mehr einhalten.  Heute bin ich immer noch ein gutes Stück davon entfernt NUR das zu mir zu nehmen, was ich wirklich brauche und mir gut tut (es muss auch noch Ziele geben). Aber ich esse inzwischen oft, wonach mir ist und das ist sowieso meist vegan/vegetarisch, weil es mir viel besser bekommt. Ich lege mir aber keinen Zwang mehr auf, hat einfach nicht funktioniert. Durch regelmäßiges Fasten, und inzwischen bin ich ein Fan vom BASENFASTEN, gebe ich mir die Gelegenheit wieder mehr in Kontakt mit dem Körper und der Verdauung zu kommen, alte Ernährungsmuster wieder auf null zu setzen und danach kann ich viel besser spüren, was bestimmte Nahrung mit mir macht. Dann heißt es nur noch die Schlüsse daraus ziehen und Ernährung umstellen (meist der schwierigste Part;).